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Kindheit hinter Stacheldraht

Meldung aus Mühlberg

Vom 21. bis 23. Juni 2013 treffen sich in Mühlberg Menschen, die nach 1945 in einem sowjetischen Lager in Deutschland oder einem Gefängnis der DDR geboren wurden, weil ihre Eltern als politische Gegner inhaftiert waren. Diese Treffen finden seit 1997 regelmäßig statt und zwar immer an Orten ehemaliger Verfolgung wie Bautzen, Sachsenhausen, Buchenwald, Stollberg oder andere.

 

Kinder existierten in den Lagern offiziell nicht und so gab es für sie nur selten eine eigene Verpflegungsration. Sie hatten keine Windeln, keine Schuhe und oft war ihre Kleidung das, was von den Verstorbenen hinterlassen und von den Müttern umgearbeitet werden konnte.

 

Im Rahmen des Treffens findet am 22. Juni 2013 um 14.30 Uhr im Rathaussaal Mühlberg eine öffentliche Veranstaltung statt, bei der zunächst der Film des WDR „Kindheit hinter Stacheldraht“ von 2000 gezeigt wird. Dem schließt sich eine Podiumsdiskussion mit Betroffenen und dem Regisseur Hans-Dieter Rutsch an. Der Eintritt ist frei.