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Ein Rückblick auf die Rüstzeit 2012 in Koßdorf

Meldung aus Koßdorf
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Dreimal reich gefüllte Zeiten in Koßdorf

 

Draußen blauer Himmel, klares Badewasser – aber überall gähnende Leere, kein glückliches Lachen und Plantschen. Nur einige dunkle Flächen im Rasen deuten auf Zelte und glückliche Wochen zurück. Die Zelte wurden noch bei erträglichen Temperaturen am Freitag von bewährten Freunden aus Bad Liebenwerda, Lauchhammer und Mühlberg abgebaut und das Mobiliar sowie Teppiche im Kirchturm und im Bauwagen verstaut.

„Machts gut – bis nächstes Jahr“, „Tschüss, bis bald – ich komme wieder“ klang es im Hof. Am Sonnabend gegen 13.30 Uhr verließen die letzten Urlauber das Grundstück.

Insgesamt waren wir 82 behinderte Freunde, 6 begleitende Mütter, 24 ehrenamtliche Mitarbeiter dazu vier Mitarbeiter über das Job-Center. Bis zuletzt bangten wir um eine Köchin und eine Krankenschwester. Beide Probleme konnten dann durch erfolgreiche Reaktivierung von Rentnerinnen gelöst werden. Frau Dr. Ruhland verhalf uns zu Schwester Elli aus Altenau und über das Job-Center fanden wir Köchin Maria aus Mühlberg. Rosi aus Koßdorf stand ihr mit jahrelanger Erfahrung tatkräftig und mutmachend zur Seite.

Die Freunde vom Lions-Club Bad Liebenwerda/Elsterwerda ermöglichten mit ihrer Spende von 2.000 € Busausflüge in allen drei Durchgängen. So besuchten wir den Zoo in Dresden, den Tierpark in Cottbus mit anschließender Fahrt mit der Parkeisenbahn und Senftenberg mit anschließender Schifffahrt auf dem Senftenberger See. Für die Mitarbeiter jeweils zusätzliche Herausforderungen, für die Urlauber aber freudige und erlebnisreiche Tage. Es gab aber auch kleinere Ausflüge zur Elbe und viele Spaziergänge. Einige Mitglieder vom Lions-Club besuchten uns noch einmal an einem Abend. Sie brachten dazu einen gefüllten Hähnchenwagen mit. Jeder konnte essen und trinken bis wie bei Max und Moritz die Keulen aus dem Mund ragten. Herzlichen Dank für dieses großartige Engagement bei uns!

Wie alle Jahre zuvor, konnten wir uns auch dieses Jahr wieder über eine Einladung des Heimatvereins Neuburxdorf freuen. Wir wurden mit der Feuerwehr abgeholt und verbrachten einen Tag in und an der Kulturscheune, wo wir mit Gegrilltem, vielen Salaten und Kuchen verwöhnt wurden. Auch Familie Böhm lud uns wieder zu einem Nachmittag in „Kramers Garten“ nach Burxdorf ein. Ein kleiner Regenschauer verjagte uns zwar aus dem Garten in den Pferdestall, aber auch dort ließen wir uns den Kaffee und die Waffeln schmecken. Anschließend ging es zur Haubold-Ranch, um die Rinder beim Füttern zu beobachten. Zum Abschied grillte Thomas noch leckere Würstchen und Christiane bewirtete uns vorbildlich. Gebastelt und gestaltet wurde in allen drei Durchgängen. Aber die Bastelstunden mit Kati und Carmen wurden besonders gut angenommen und jeder Teilnehmer konnte ein Andenken an die Rüstzeit mit nach Hause nehmen. Viel Spaß bereitete auch das Spielmobil, das uns vom ASB für einen Vormittag zur Verfügung gestellt wurde.  Auch Antje besuchte uns wieder mit einer Andacht und einer Basteleinheit zum Thema: Freunde.

Aber auch über den Besuch prominenter Personen durften wir uns erfreuen, Herr Brückner zum Diakonischen Tag, zu dem auch unsere Landesbischöfin Frau Junkermann kam. Zum Abschlussgottesdienst kamen die Landtagsabgeordnete Frau Heinrich, unser Landrat Herr Jaschinski und Herr Hans, der 1. Beigeordnete, aber auch unser ehemaliger Landrat Herr Richter mit Frau. In den letzten Tagen besuchte uns der Dezernent für Soziales … Herr Neumann mit Frau Gundermann, die uns leckeren Kuchen für die Kaffeetafel mitbrachten.

Nicht nur der Diakonische Nachmittag mit den Kirchenchören Bad Liebenwerda und Uebigau sowie den Posaunenchören Mühlberg, Uebigau und Falkenberg, sondern auch die anderen Sonntagsgottesdienste waren ebenfalls Höhepunkte in der Vorbereitung und Durchführung. Es wurden immer emsig Kulissen gebastelt und Anspiele eingeübt. Zum Abschlussgottesdienst war das Thema die Geschichte von Jona aus Sicht des Wales: „Ein Wal hatte keine Wahl“. Dazu wurde ein Wal gebastelt, in dem unser Jona während der Geschichte Platz nehmen konnte. Froh waren wir auch darüber, unseren Sup. Herrn Nickschick an diesem Tag wieder in der Band-Ecke sehen und hören zu können und uns auch der Mühlberger Posaunenchor noch einmal musikalisch begleitete. Wir blicken zurück auf drei mal zwei Wochen Rüstzeiten, die zwar auch anstrengend, aber vor allem sehr schön und erlebnisreich waren. Nun bleibt vor allem die Dankbarkeit zurück.

Fotoserien

Rückblick auf die Rüstzeit 2012 in Koßdorf (DI, 25. September 2012)