Rückblick auf die Rüstzeiten in Koßdorf
Meldung aus KoßdorfDie drei Sommerrüstzeiten im Koßdorfer Pfarrgrundstück liegen hinter uns. Nun ist wieder Ruhe eingekehrt und nach ein paar Tagen Erholung blicken wir zufrieden und dankbar auf die Urlaubstage für Menschen mit und ohne Behinderung zurück. Es waren wieder abwechslungs- und erlebnisreiche Tage. Dieses Jahr waren es 27 weibliche sowie 46 männliche Teilnehmer, 5 begleitende Mütter und 21 ehrenamtliche Betreuer/innen. Die nötigen Arbeiten in der Küche, zur Reinigung und die Hausmeisterarbeiten übernahmen sieben Frauen und ein Mann, ebenfalls ehrenamtlich.
Wie in den vergangenen Jahren, folgten wir auch dieses Jahr der Einladung des Heimatvereins Neuburxdorf in die Kulturscheune. Dieses Treffen ist nun schon seit 14 Jahren ein fester Bestandteil im Plan der Rüstzeiten geworden und wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue. Dieses Jahr war der erste Durchgang dran. Schon die Fahrt dorthin war ein Erlebnis, da wir von den Feuerwehren Langenrieth und Neuburxdorf abgeholt wurden. In der Kulturscheune wurden wir vom Chor musikalisch begrüßt. Zum Mittag wurden wir mit Gegrillten sowie Salaten aller Art und zur Kaffeezeit mit zahlreichen Kuchen verwöhnt. Die Zeit dazwischen konnten wir nutzen, um eine Führung durch das ehemalige Lagergelände zu unternehmen, um zum Tiergehege zu spazieren oder zum Kegeln. Für jeden war etwas dabei. Wir danken für diesen tollen Tag. Da das Wetter erst in der zweiten Woche wärmer wurde, konnten wir die Swimmingpools nur selten nutzen. So vertrieben wir uns die Zeit mit einem Sportfest, vielen kleinen Basteleinheiten, Spaziergängen, einer Wanderung mit Picknick an die Elbe und einem kleinen Ausflug nach Mühlberg zum neuen Hafen mit Spaziergang zum Kloster. Das Abschlussfest stand unter dem Motto: Schatzsuche mit Superhelden. Um an den Schatz zu kommen, mussten viele Prüfungen bewältigt werden, immer mit dem Bösewicht im Genick. Für alle war es ein Riesenspaß.
Der zweite Durchgang war sehr musikalisch geprägt. Es wurde viel gesungen und Stephan und Peter erfreuten uns wieder mit Tanzeinlagen. Das Wetter wurde heiß, sodass wir die Schwimmingpools regelmäßig nutzen konnten. Viele waren begeistert vom kühlen Nass und wer nicht baden durfte oder wollte, konnte wenigstens die Füße abkühlen. Da wir in diesem Durchgang einige Geburtstagskinder hatten, nicht nur Teilnehmer sondern auch liebe Leute, die unsere Arbeit begleiten, gab es viele Geburtstagsständchen und es wurde kräftig gefeiert. Eine größere Spende ermöglichte uns einen Ausflug nach Wahrenbrück in den kleinen Spreewald. Die Kahnfahrt und das anschließende Picknick war ein schönes Erlebnis, von dem noch Tage später geschwärmt wurde. Einen tollen Vormittag bescherte uns das Spielmobil. Das vielfältige Angebot begeisterte unsere Teilnehmer und animierte zum Mitmachen. Da es sehr heiß war, machten wir keine Wanderung zur Elbe nach Stehla, sondern wir fuhren. Dort wurde dann die vorbereitete Flaschenpost gebührend verschickt. Sehr interessant war die Führung durchs Mühlberger Kloster mit Pater Alois, die wir mit einer kleineren Gruppe unternahmen und der von Schwester Elli Lidzba organisiert wurde. Anschließend machen wir einen Abstecher zum Hafen. Als Abschlussfest gab es ein Piratenfest. Nachdem alle mit angesteckten Papageien und Tüchern in Piraten verwandelt wurden, folgten wir einer Schatzkarte zu verschiedenen Stationen. Wir gruben im Sand nach Goldsteinen, spielten Wasserbombenwerfen, lauschten einer Piratengeschichte, maßen unsere Kräfte beim Tauziehen usw. Ein gelungener Abschluss des zweiten Durchganges.
Der dritte Durchgang war der Durchgang, mit den wenigsten Teilnehmern. Es war aber eine sehr bunt gemischte Gruppe, im Alter von 11 bis 56 Jahren. In diesem Durchgang kam Christin Endler zweimal die Woche mit einer Gymnastikstunde zu uns. Wir mussten unsere Teilnehmer oft kräftig überzeugen. Aber wenn sie erst einmal dabei waren, dann machte die sportliche Betätigung riesen Spaß. Da unseren Teilnehmern des zweiten Durchganges die Kahnfahrt im kleinen Spreewald so gefallen hat, übernahmen wir die Idee und führen noch einmal nach Wahrenbrück. Einen Vormittag kam Antje Wurch zu Besuch und gestaltete eine Andacht zum Thema: Herz. Im Anschluss wurde unter ihrer Anleitung ein Herz gebastelt, das jeder mit nach Hause nehmen durfte. Einen schönen Nachmittag bereiteten uns Fam. Böhm, die uns nach Burxdorf in ihren Garten einluden. Zwischen gemütlichem Kaffeetrinken und gegrillten Würsten, machten wir einen Spaziergang zu Haubolds Rindern. Das Abschlussfest stand unter dem Motto: Sportfest. Neben den altbewerten Dosen- und Wandwerfen gab es Wasserbombenlauf sowie Aktionen mit dem Schwungtuch usw. Zwischendurch liesen wir uns ein leckeres Eis schmecken.
In allen drei Durchgängen wurde gebastelt, gesungen, gespielt, kurze bzw. lange Spaziergänge unternommen und an die Daheimgebliebenen geschrieben. Traditionell werden die Urlauber mit Trompete oder Gitarre geweckt und abends mit einem Gute-Nacht-Ständchen zu Bett gebracht. Wir versuchen die Planung abwechslungsreich zu gestalten. Aber manchmal genießen es unsere Teilnehmer auch, einfach nur zusammen zu sitzen, zu knobeln oder Mensch ärgere dich nicht zu spielen und sich zu unterhalten. Ein Höhepunkt in allen drei Durchgängen sind die Gottesdienste. Pro Durchgang gibt es zwei. Beim Ersten, am Tag nach dem Anreisetag, stellt sich die Gruppe nur kurz vor, meist mit einem Lied. Aber der Zweite, der wird richtig vorbereitet. Es gibt ein Anspiel, das einstudiert wird und es werden Kulissen gebastelt. Die Teilnehmer werden dabei einbezogen und es wird gemeinschaftlich vorbereitet. So verlegten wir den Gottesdienst im ersten Durchgang nach draußen an den Pool, da man „den großen Fischzug“ ja dort am besten nachstellen konnte. Im Zweiten bauten wir zum Thema: „Salz und Licht“ gemeinsam ein Lichterkreuz. Dabei brachte, wer wollte, ein Teelicht nach vorn. Eine sehr schöne Aktion, bei der nicht nur unsere Teilnehmer mitmachten, sondern auch die Gottesdienstbesucher eingeladen wurden. Im dritten Durchgang war unser Diakonischer Nachmittag, an dem wir Pfarrer Carsten Schwarz begrüßen durften, der über seine Arbeit im Foyer der Berliner Gedächtniskirche berichtete und den Gottesdienst mit seiner Predigt bereicherte. Musikalisch unterstützten uns sowohl in der Kirche als auch beim gemeinsamen Kaffeetrinken die Kirchenchöre Bad Liebenwerda, Falkenberg und Uebigau und die Posaunenchöre Mühlberg, Uebigau und Schmerkendorf sowie die Familienband Dombrowe aus Finsterwalde. Dieses musikalische Zusammenspiel macht unseren Diakonischen Nachmittag zu etwas ganz besonderem. Als Thema hatten wir an diesem Tag die Jahreslosung: „Wir haben hier keinen bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“. Als Anspiel wurde dabei von uns eine Stadt aus vielen bemalten Kartons gebaut. Es war ein gelungener Nachmittag mit vielen Gästen, anregenden Gesprächen und einem schönen Gottesdienst.
Nun blicken wir zurück auf drei mal zwei Wochen Rüstzeiten, die zwar anstrengend, aber vor allem sehr schön und erlebnisreich waren. So bleibt vor allem die Dankbarkeit zurück.
Danke sagen möchten wir für die finanzielle Unterstützung des Landkreises Elbe-Elster, des Kirchenkreises Bad Liebenwerda, des Diakonischen Werkes Elbe-Elster e.V., der Sparkassen Elbe-Elster, RWE-Stiftung, Südzucker, Elektro-Schaffner, Elbe-Elster-Klinikum, Dentallabor Bad Liebenwerda, Fam. Mitternacht, Malerbetrieb Storek, Praxis Mitternacht und allen lieben Menschen, die uns mit Spenden unterstützten.
Wir danken aber auch für die materielle Unterstützung, wie Grillgut vom Schlemmereck, von den Knackwurstpofis Kirchheiligen und vom ASB Elsterwerda, Kuchen von Bäckerei Hoffmann, Getränke von Bauer Fruchtsaft GmbH, Gewürze von Firma Janke, Spriewaldgurken aus Koßdorf, Äpfel und Gurken von Fam. Bedranowsky aus Brottewitz, Honig von Herrn Motz und Herrn Findeisen, den vielen leckeren Kuchen von Schwester Elke, Frau Dr. Ruhland und die Apotheke Mühlberg für Hygieneartikel und vieles mehr.
Wir danken aber auch dem Heimatverein Neuburxdorf und Fam. Böhm für die Einladungen, dem ASB Herzberg für die Bereitstellung des Spielmobils, Annett und Andreas Richter für die Basteleinheiten, Christin Endler für ihre Geduld und sportlichen Einsatz, Pater Alois für die Führung durchs Mühlberger Kloster, Antje Wurch für Andacht und Basteleinheit, Frank Werner und den Koßdorfer Goldkehlchen für die musikalischen Einsätze.
Vor allem aber danken wir den ehrenamtlichen Mitarbeitern, ohne die unsere Arbeit nicht möglich wäre. Vielen, vielen Dank!!!
Wir haben aber auch allen Grund, Gott dafür zu danken, dass er diese Arbeit mit seinem Segen begleitet hat und hoffen auch weiterhin auf Gottes Beistand.
In herzlicher und dankbarer Verbundenheit
Silke Böhme und das Koßdorf-Team
