Katastrophenschutz-Zug aus Hessen in der Unterkunft Beyern verabschiedet
Meldung aus MühlbergKameraden aus dem Main-Kinzig-Kreis wieder zu Hause
190 Helferinnen und Helfer, ein kompletter Katastrophenschutz-Zug des Main-Kinzig-Kreises aus Hessen unter der Führung ihres Kreisbrandinspektors Markus Busanni wurde durch Landrat Christian Jaschinski und Mühlbergs Bürgermeisterin Hannelore Brendel am 11. Juni 2013 in ihren Heimatkreis verabschiedet. Hinter ihnen lag knapp eine Woche, in der sich die hessischen Helfer an vielen Deichabschnitten in und um Mühlberg dem Kampf gegen die Flutung der Elbestadt stellten. Zur knapp 200 Personen zählenden Brandschutzeinheit gehörten Kameraden aus Salmünster, Hanau, Biebergemünd oder Hamersbach. „Unser Zug war vorher in Dresden gegen das Elbwasser eingesetzt“, sagte Markus Doose als Vertreter der Brandschutzeinheit, „doch dann wurde es bei euch im brandenburgischen richtig ernst, so dass der gesamte Zug mit technischer Ausrüstung nach Mühlbergversetzt wurde.“ Kamerad Torsten Kupries von der Feuerwehr Bad Solen- Salmünster ergänzte: „In solchen Situationen müsste man das Wort Feuerwehr vom Fahrzeug kratzen und Problemlöser darauf schreiben.“
Hinter dem Katastrophenschutz-Zug verbergen sich sechs Brandschutz- und zwei Wasserrettungseinheiten mit Booten und Tauchern. Der Kreisbrandinspektor Markus Busanni aus dem Main-Kinzig-Kreis sagte zur Verabschiedung am Unterbringungsort an der Mehrzweckhalle in Beyern: „Wir sind angetreten, um Ihnen zu helfen und mit allen anderen Helfern haben wir es geschafft.“ Landrat Christian Jaschinski äußerte sich zur Verabschiedung sehr ergriffen: „Es erfüllt mich mit Freude und Ehre dank Ihrer Hilfe und vieler hunderter Hände das Glück des zweiten Wunders von Mühlberg gemeinsam erlebt zu haben.“ Er bedankte sich bei den Kameraden und versicherte, der Landkreis Elbe-Elster ist auch in Friedenszeiten gastfreundlich und würde sich freuen, den einen oder anderen Helfer hier wieder zu sehen.“ Mühlbergs Bürgermeisterin Hannelore Brendel hatte sich in den Hochwassertagen oft mit den Kameraden unterhalten. Diese betonten, sie fühlten sich wie Zahnräder. Alle Zahnräder mit allen Einsatzkräften zusammen müssen ineinander greifen, sonst funktioniert die Bewältigung einer Katastrophe nicht. Die hessische Brandschutzeinheit war sechs Tage in allen fünf Einsatzabschnitten in Mühlbergtätig. Und dann gab es am Schluss der Verabschiedung eine Begebenheit, die Rührung und Beifall auslöste. Am Vorabend hatte Hannelore Brendel den hessischen Kameraden aus Dankbarkeit einen gefüllten Briefumschlag übergeben. Diesen gab Kreisbrandinspektor Markus Busanni während der Verabschiedung zurück und meinte: „Wir haben gern geholfen und würden es in solchen Notsituationen immer wieder tun. Verwenden Sie das Geld für gute Zwecke in der Stadt Mühlberg. Wir sind gern gekommen, denn das zeichnet ehrenamtliche Helfer aus.“ (hf)
Foto :Kreisbrandinspektor Markus Busanni, Landrat Christian Jaschinski und Mühlbergs Bürgermeisterin Hannelore Brendel. Alle drei bedankten sich auch bei der Gemeinde Beyern und seinen Ortsvorsteher Edgar Buchwald für die problemlose Unterbringung an allen sechs Einsatztagen
Foto :Abschlussappell vor der 10-stündigen Heimreise nach Hessen. Die Helfer nehmen den Dank der Einwohner des Landkreises Elbe-Elster mit in den Main-Kinzig-Kreis
Fotoserien
Katastrophenschutz-Zug (DO, 20. Juni 2013)





