Molly ist die beste Kuh im Stall
Meldung aus KoßdorfVom Kalb zur Hochleistungsmilchkuh
Turbo-Kuh Molly aus Koßdorf gab 100.000 Liter Milch
Kuh Molly aus Koßdorf zeigte am 11. Mai 2010 trotz ihrer 13 Jahre keine Gelassenheit vor dem Kuhstall in der zur Agrargenossenschaft Mühlberg gehörenden Milchviehanlage in Koßdorf. Nur mit starker Manneskraft musste man sie an ihrem sicher denkwürdigsten Tag zur Ruhe bringen, damit die Lobeshymen über sie ergehen konnten. Molly wurde für ihre außergewöhnlichen Lebensmilchleistung in den vergangenen zehn Jahren bei einer kleinen Feier gewürdigt. Das am 11. Februar 1997 geborene Tier gehört zur Rasse der Deutschen Holstein und gab bis Ende März 100.000 Liter Milch ab. Sie ist zwar mit ihren 13 Jahren eine alte Dame, zählt aber immer noch zu den Hochleistungskühen, was bei weitem nicht alltäglich ist für eine Milchkuh, wusste Vorstandsvorsitzender Uve Gliemann, der mit den Anlagen in Altenau und Kosilenzien noch weitere 980 Milchkühe besitzt. Eine durchschnittliche Milchkuh gibt in Brandenburg heute rund 23.000 Liter Milch pro Jahr. Uve Gliemann geizt dann auch nicht mit guten Worten. „Wir haben in den vergangenen Jahren mit unseren Umbaumaßnahmen viel investiert und gute Bedingungen geschaffen, damit diese Tiere auch im für sie hohem Lebensalter Superlativen erbringen“. Dass Molly unwahrscheinlich gesund und vital ist, konnte Rene Gasch von der Rinderzucht Berlin-Brandenburg GmbH, der gleichzeitig für den Absatz und die Genreserve verantwortlich ist, nur bestätigen. „Diese Kuh hat das Fünffache an Milch gegeben, was eigentlich normal wäre“. Neben der Milch hat sie bis heute zehn Kälber zur Welt gebracht. Zuchtkollegen, Landrat Christian Jaschinski, Bürgermeisterin Hannelore Brendel und Mitglieder der Kreistagsfraktion der Wählergemeinschaft Landwirtschaft, Umwelt und Natur, die sich zur Ehrung versammelt haben, bestätigen den guten Zustand der alten Dame mit der beeindruckenden Lebensleistung.
„Das solche Leistungen erbracht werden klappt nur, wenn erstens die Gene stimmen und die Mannschaft in Ordnung ist“, bestätigte Bürgermeisterin Hannelore Brendel. „Die gute Betreuung hat sicherlich ihren entscheidenden Anteil an Leistung und Gesundheit des Tieres.“ Für Landrat Christian Jaschinski war es der Antrittsbesuch in einem landwirtschaftlichen Betrieb des Landkreises. Nicht zuletzt durch Molly beeindruckt, sagte er den Landwirten seine Unterstützung zu. (hf)
Molly ist das erste Spitzentier in der Agrargenossenschaft Mühlberg, das achte im Landkreis Elbe-Elster und das 152. in Brandenburg, bei der seine Betreuer 100.000 Liter aus dem imposanten Euter gemolken haben.
